FUGATUS

Flüchtlingsgovernance und Wissenstransfer

FUGATUS-Team: Prof. Dr. Michael W. Bauer, Prof. Dr. Rahel Schomaker, Prof. Dr. Constanze Janda, Jana Pöhler, M.A., Veronika Ruf, M.A.

Allgemeine Informationen zum Projekt FUGATUS

FUGATUS ist ein Teilprojekt des Projektes zum „Wissens- und Ideentransfer für Innovationen in der öffentlichen Verwaltung (WITI)“ der Deutschen Universität für Verwaltungs­wissenschaften Speyer im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ und wird durch das BMBF und die GWK seit Januar 2018 gefördert. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Kooperation von Stadtverwaltungen mit Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft

Das Projekt FUGATUS analysiert das Flüchtlingsmanagement der öffentlichen Verwaltung und untersucht Innovationen, Netzwerke sowie Kooperationen, die sich zwischen Verwaltung, Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft entwickelt haben. Praxispartner von FUGATUS sind das Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt (AMKA), die Stadtverwaltung Speyer sowie die Stadtverwaltung Viernheim. Gemeinsam mit den Praxispartnern wird der Transfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft geplant und umgesetzt.

Ziele von FUGATUS

Im Zuge einiger globaler Konflikte sind zahlreiche Menschen nach Deutschland geflüchtet. Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, bedarf es eines gelungenen, kommunalen Flüchtlingsmanagements. Hier knüpft das Projekt FUGATUS an: Die Versorgung und Integration von Geflüchteten stellen den öffentlichen Sektor vor große Herausforderungen. Um diesen gerecht zu werden, muss sich die Verwaltung innovieren und in vielen Bereichen umdenken. FUGATUS betrachtet dabei eingehend, wie sich das Flüchtlingsmanagement in den Kommunen entwickelt hat und sucht nach innovativen Ansätzen.

Die Verwaltung kann die Aufgabe der Integration nur schwer alleine meistern. Die Zivilgesellschaft, im Besonderen ehrenamtliche Helfer, haben hierbei eine unentbehrliche Bedeutung. Daher liegt ein Augenmerk des Projektes auch auf der Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen und unterschiedlichen Verwaltungseinheiten.

FUGATUS lenkt zudem den Blick auf die Prozesse innerhalb der Verwaltung: So werden die institutionellen und prozeduralen Veränderungen von Netzwerken und Kooperationen zwischen Verwaltung, Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft analysiert. Es wird untersucht, wie die Kooperationen entstanden sind und welche Praktiken sich bewährt haben. Daneben soll das Transferpotenzial sozialer Innovationen analysiert und Erkenntnisse daraus zur Verfügung gestellt werden.

Forschungsdesign

  • offen strukturierte Experteninterviews
  • ein darauf aufbauendes Onlinesurvey
  • detaillierte Fallanalysen in den Partnerkommunen

Da im Rahmen des Projekts der Transfer zwischen Gesellschaft und Wissenschaft eine wichtige Rolle spielt, ist die Einbindung der Praxispartner von hoher Bedeutung. Hierfür sind Praktikerworkshops und Innovation-Labs geplant. Diese Veranstaltungen sollen die Möglichkeit geben, sich auszutauschen, sowie innovative Herangehensweisen und bewährte Methoden anderer Kommunen kennenzulernen.

Ablaufplan

  • Literaturanalyse und Informationsgenerierung durch Praxispartner
  • Durchführung von semi-strukturierten Interviews
  • Entwicklung eines Surveydesigns
  • 1. Lab-Event
  • Durchführung des Surveys und komparative Analyse bestehender Konzepte
  • Bewertung der Konzepte und Veränderungen
  • Durchführung detaillierter Fallanalysen in den Partnerkommunen
  • 2. Lab-Event
  • Analyse der Praktiken und Strukturen
  • Evaluation und Publikation der Ergebnisse

Mehrwert für Wissenschaft und Praxis

Mit der Schaffung eines aktiven Forums zum Austausch der Praxispartner untereinander in Bezug auf bewährte Praktiken in den Kommunen, geht ihre dauerhafte Vernetzung – auch über die drei Jahre der Projektlaufzeit hinaus – einher. Von den umfangreichen Erkenntnissen der Arbeit des FUGATUS-Projekts können dabei auch Dritte profitieren. Von Bedeutung in diesem Zusammenhang sind dabei nicht zuletzt die Ergebnisse der Lab-Events und Fallanalysen. Daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen dienen nicht nur der kommunalen Ebene als Leitfaden zur Ausrichtung ihrer Arbeit, sondern bieten zudem Gelegenheit zu weiterer wissenschaftlicher Beschäftigung.

 

Alle Informationen finden Sie auch kompakt zusammengefasst im FUGATUS Infoblatt