Town & Gown

Optimierung der Kooperation von Stadtverwaltungen mit regionalen Wissenschaftseinrichtungen

Das Town & Gown-Team

Prof. Dr. Michael Hölscher, Dr. Editha Marquardt, Nora Regös M.A., Simon Sterbenk

Kurzbeschreibung von Town & Gown

Wissenschaftseinrichtungen sind auf ihr regionales Umfeld angewiesen und prägen es gleichzeitig massiv mit. Eine gelingende Kooperation von Wissenschaftseinrichtungen und Städten ist in der Wissensgesellschaft zentral, aufgrund unterschiedlicher strategischer und rechtlicher Planungshorizonte aber nicht immer einfach.

Das fünfjährige Projekt „Town & Gown“ soll deshalb unter Rückgriff auf aktuelle Forschungen und an ausgewählten Beispielen helfen, die Zusammenarbeit von Stadtverwaltungen mit ihren Wissenschaftseinrichtungen zu verbessern. Den theoretischen Referenzrahmen bildet der Triple- bzw. Quadruple-Helixansatz (Etzkowitz & Leydesdorff; Carayannis & Campbell).

Konkret erfolgt dazu die Zusammenarbeit mit regionalen Kooperationspartnern wie der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP), der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN), der Stadt Heidelberg, dem Reallabor Urban Office der Universität Heidelberg und zahlreichen weiteren Akteuren. Ausgehend von dieser regionalen Perspektive, deren Ziel der Aufbau und die Optimierung von Kapazitäten für den wechselseitigen Ideen- und Wissenstransfer ist, sollen Praxisempfehlungen für den breiteren Transfer erarbeitet werden.

Eine gelingende Kooperation von Wissenschaftseinrichtungen und Städten ist in der Wissensgesellschaft zentral, aufgrund unterschiedlicher strategischer und rechtlicher Planungshorizonte aber nicht immer einfach.

Unterstützung der Stadtverwaltung und Wissenschaftseinrichtungen bei Aufbau und Optimierung von Kapazitäten für den wechselseitigen Ideen- und Wissenstransfer. Konkret erfolgt dazu die Zusammenarbeit mit regionalen Kooperationspartnern, insbesondere in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Ausgehend von dieser regionalen Perspektive sollen Praxisempfehlungen für den breiteren Transfer erarbeitet werden.

Generelle Frage:
Wie kann man die Zusammenarbeit von Wissenschaftseinrichtungen und ihrer Stadt(verwaltung) verbessern?

Konkrete Forschungsfragen:
• Welche Anreize haben die einzelnen kommunalen Akteure in der Stadtverwaltung und der Wissenschaftseinrichtungen stärker zu kooperieren?
• Mit welchen Verfahren, Techniken, Mechanismen kann man die Zusammenarbeit positiv beeinflussen?
• Welche Vor- und Nachteile bringt die Zusammenarbeit für die Stadtverwaltung und für die Wissenschaftseinrichtungen?

Triple- (bzw. Quadruple-) Helix (Etzkowitz und Leydesdorff) und Wissensgesellschaft

Town & Gown wird durch die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ von 2018 bis 2022 gefördert.

Projektfokus

(Inter)national - Analyse und Erfahrungstransfer

Wir werden den aktuellen nationalen und internationalen Forschungsstand zu Kooperationen von Stadtverwaltungen mit ihren Wissenschaftseinrichtungen aufarbeiten und mit der Praxis verschiedener good- und bad-practice-Beispiele abgleichen. So werden die Grundlagen für einen erfolgreichen Erfahrungstransfer gelegt und die wissenschaftliche und verwaltungspraktische Anschlussfähigkeit sichergestellt.

Regional - Workshopreihe "Hochschule und Standort"

In unserer zweijährigen Workshopreihe „Hochschule und Standort“ stellen wir gemeinsam mit der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. an ausgewählten rheinland-pfälzischen Hochschulstandorten die Frage: Wie und in welchen Feldern können Stadt, Hochschule und Wirtschaft ihre Zusammenarbeit intensivieren?

In regionalen Workshops wollen wir dazu die Vertreterinnen und Vertreter der Städte und ihrer Hochschulen zusammen führen und diese ins Gespräch bringen. Wir möchten gemeinsam mit der ZIRP Impulsgeber sein und Hochschulen als Orte der Innovation für Verwaltung und Wirtschaft stärken. Nach der Kick-off Veranstaltung im Oktober 2017 in Kaiserslautern, soll die Arbeit in den vertiefenden Workshops vor Ort in Strategien und Maßnahmen münden, mit denen die Akteure aus Verwaltung und Hochschule in Zukunft konkret weiter arbeiten können. Die Ergebnisse werden zudem wissenschaftlich evaluiert und in einer Abschlusspublikation am Ende der Workshopreihe zusammenfassend dargestellt.

Protokolle und Ergebnisse der regionalen Workshops finden Sie folgend.

Ansprechpartnerin: Nora Regös M.A.

Folgeworkshop Koblenz (17.05.2019) zu „MINT-Region“

Der Folgeworkshop „MINT-Region Koblenz“ befasste sich mit der Konkretisierung der Ergebnisse des vorherigen Workshops am 09.11.2018 in Koblenz. Hierfür wurden auf dem Workshop Good-Practice Beispiele aus Trier und Bad-Mergentheim aufgezeigt und ihr Anwendungspotenzial für Koblenz diskutiert. In einem zweiten Schritt wurden dann mithilfe einer Abstimmung vor Ort drei zu priorisierende Projekte identifiziert, bearbeitet und die Ergebnisse anschließend zusammengetragen.

In den einzelnen Projekten wurden jeweils die Ziele, die Struktur, der Inhalt, die Prozessorganisation und die Maßnahmen zur Umsetzung diskutiert und zusammengetragen. Es wurden die Projekte „Einrichtung eines Maker-Space/Fab-Lab“, „Ausweitung der Kinder Technik-Feriencamps“ und „Schulische und außerschulische Lernorte (BNE)“ identifiziert und die Ergebnisse der Gruppendiskussion dem Plenum vorgestellt. Zusammenfassend hob Frau PD Dr. Theis Scholz drei wesentliche Ergebnisse der Diskussion hervor: Die MINT-Bildung sollte unter einem Dach gebündelt werden, eine aktive Beteiligung aller MINT-Akteure an der Weiterentwicklung der MINT-Region sollte gewährleistet sein und eine intensive Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich der Sichtbarkeit und Bekanntheit der MINT-Angebote in der Region sollte weiter vorangetrieben werden.

 

Weitere Informationen

Workshop Koblenz (09.11.2018) zu „MINT-Region“ und „Koblenzer Wochen der Demokratie“

Gemeinsam mit den Schlüsselakteuren aus der Region wurden anhand der Themen „MINT-Region“ und „Koblenzer Wochen der Demokratie“ ganz konkrete Maßnahmen für eine bessere Sichtbarkeit der Wissenschaftseinrichtungen in der Stadt erarbeitet.

Der hochkarätig besetzte Workshop in Koblenz zeigte: Die Vernetzung der Hochschullandschaft mit der Stadt gelingt in beiden Bereichen bereits gut. Einige Herausforderungen lassen sich jedoch identifizieren. So gibt es beispielsweise eine Vielzahl an Angeboten im MINT-Bereich, eine zentrale Anlaufstelle für eine bessere Zusammenarbeit mit anderen Projekten fehlt allerdings noch. Zudem konnte im Workshop zusätzlicher Input für die Bewerbung der Stadt Koblenz um den Titel „MINT-Region Rheinland-Pfalz“ erarbeitet werden. Für die Koblenzer Wochen der Demokratie wurde der Ausbau der Social Media-Aktivitäten, insbesondere durch Rekrutierung eines Influencers, in Erwägung gezogen und hierfür schon ein konkretes Szenario entwickelt, um eine breitere Zielgruppe erreichen zu können.

Weitere Informationen und Ergebnisse

Workshop Pirmasens zu „Stadtentwicklung“, „Junge Stadt“ und „Profilschärfung“

Der Fokus des Workshops lag auf den mit den zentralen Akteuren aus Stadtverwaltung und Wissenschaftseinrichtungen vorab definierten Themenfeldern „Stadtentwicklung“, „Junge Stadt“ und „Profilschärfung“. Startend mit einer SWOT-Analyse, mit der die Stärken und Schwächen der drei Themenfelder ermittelt wurden, erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in darauf aufbauenden Panels Zielvorstellungen, Strategien und Maßnahmen.

Im März 2019, fast genau ein Jahr nach dem Workshop, besuchte Town & Gown und ZIRP erneut Pirmasens für einen gemeinsamen Austausch mit den wichtigsten Akteuren über die bisherige Entwicklung.

Weitere Informationen und Ergebnisse

 

Lokal - Umsetzungsprojekt „Masterplan Neuenheimer Feld“ (Heidelberg)

Die städtebauliche Entwicklung des Neuenheimer Felds, das den Campus der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg umfasst, ist von herausragender Bedeutung für Heidelberg als Wissenschaftsstandort. Derzeit findet ein breit angelegter Beteiligungsprozess zur Erarbeitung des Masterplans statt. Town & Gown wird 2019 gemeinsam mit der IBA Heidelberg ein LabEvent anbieten, das die Orte und Formate des Austauschs der dortigen wissenschaftlichen Mitarbeitern aufgreifen soll.

Ansprechpartnerin: Dr. Editha Marquardt